Der beste Weg ist es, die Kinder im regulären Schulsystem zu unterrichten und nicht in den Flüchtlingseinrichtungen. So können die Kinder und Jugendlichen schneller in den schulischen Alltag eingebunden und integriert werden.“ so Bildungssenatorin Sandra Scheeres. Doch nicht immer ist klar geregelt, ob und unter welchen Umständen die Flüchtlingskinder Deutsch lernen. Grundsätzlich hat jedes Kind in Deutschland das Recht auf Bildung. Doch jedes Bundesland entscheidet selbst, wie dieses Recht in der Praxis umgesetzt wird.

In Berlin unterliegen Kinder und Jugendliche, die sich im Asylverfahren befinden oder deren Aufenthalt in Berlin geduldet ist,  der allgemeinen Schulpflicht. Kinder ohne Aufenthaltstitel besitzen “nur” ein Recht auf den Besuch einer öffentlichen Schule. Das heißt, dass die Eltern dieser Kinder extra einen Antrag stellen müssen, wenn ihr Kind lernen soll. Oft scheitert das aber an mangelnden Deutschkenntnissen oder es gibt gar nicht genug Plätze in den Schulen.

Für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche gibt es in Berlin sogenannte „Lerngruppen für Neuzugänge ohne Deutschkenntnisse“. Auch in Marzahn werden zeitweise „Willkommensklassen“ mit speziell ausgebildeten Lehrkräften eingerichtet, bis die Kinder in der Lage sind, am Regelunterricht teilzunehmen. Die Lerngruppen werden gesondert mit Lehrkräften versorgt und nicht aus Strukturmitteln der Sprachförderung finanziert. Wo genau diese Lerngruppen eingerichtet werden, steht aber noch nicht fest.

Wer mehr darüber wissen will, findet Antworten im “Leitfaden zur schulischen Integration von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen” der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft

Empfehlenswert dazu auch die Broschüre »Wir bleiben draußen« – Schulpflicht und Schulrecht von Flüchtlingskindern in Deutschland” von terre des hommes Deutschland e.V.